„Psychiater*innen sind Ärtze mit der Facharztausbildung Psychiatrie (mitunter liegt auch eine ergänzende psychotherapeutische Ausbildung vor), die sich auf die Behandlung psychischer Störungen und Erkrankungen spezialisiert haben. Psychiater*innen sind entweder in einer eigenen Praxis oder Praxisgemeinschaft, in einer Klinik oder aber in einer an eine psychiatrische Klinik angeschlossenen Institutsambulanz oder Tagklinik beschäftigt.
In Deutschland sind im Bereich Psychiatrie neben dem/der eigentlichen Fachärztin/Facharzt der Psychiatrie Spezialisierungen entweder auf unterschiedliche Patient*innen- oder Diagnosegruppen entstanden, z.B. Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie (für Senior*innen mit psychischen Erkrankungen), für Suchterkrankungen, Fachärztin/Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, für Psychosomatik, für forensische Psychiatrie usw.
Dei Neurologie beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Funktion und den organischen Erkrankungen des Nervensystems. Ein*e Neurologin/Neurologe ist daher ein*e Fachärztin/Facharzt, die/der auf die Erkrankung und Behandlung von Fehlfunktionen oder Funktionsausfällen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane, der peripheren Nerven und der Muskulatur spezialisiert ist. Ein weiteres Gebiet sind die nicht-organisch, das heißt psychisch bedingten Lähmunge, Gefühlsstörungen und Schmerzen.
Vor jeder – insbesondere – psychiatrischen Behandlung veranlasst der behandelnde Arzt beim ersten Auftreten eines psychischen Krankheitsbefundes zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung. Es muss immer ausgeschlossen sein, dass somatische Befunde Ursache psychischer Komplikationen sind. (Das ist zum Beispiel sehr häufig bei Gehirntumoren der Fall.)“

Bedeutung für Angehörige

Aufklärung mit Diagnosestellung/Behandlung. Schweigepflicht Psychiater*innen und Neurolog*innen, wie alle anderen Ärztinnen und Ärzte auch, stehen unter Schweigepflicht. Nach einer Schweigepflichtentbindung des Patienten gegenüber der/dem behandelnden Ärztin/Arzt ist es aber durchaus möglich, dass auch die Angehörigen in die Behandlung mit einbezogen und über Diagnosestellung und Therapieform informiert und beraten werden. Wissen über die jeweilige Erkrankung fördert die Krankheitseinsicht der Angehörigen und das Verständnis mit der/dem Erkrankten. Psychisch erkrankte Menschen sind mehr als körperlich Kranke an der Einhaltung der Schweigepflicht interessiert. Daraus können Probleme für die seelisch erkrankten Menschen erwachsen, weil Menschen mit psychischen Erkrankungen phasenweise stark hilfebedürftig sind, eigene Entscheidungen schwer treffen, realistische Lageeinschätzungen nur erschwert vornehmen können und deswegen Menschen zu ihrer Unterstützung brauchen, die sie, ihr soziales Umfeld, ihre Ausbildung, ihre persönlichen, beruflichen sowie finanziellen Bedingungen kennen. Es ist hilfreich für Angehörige, wenn die/der psychisch Erkrankte von diesbezüglich aufgeklärten und verständigen Ärzt*innen begleitet werden. Eine Behandlung gegen den erklärten Willen der/des Patientin/Patienten ist grundsätzlich nur in ausgesprochenen Notsituationen (siehe Hilfen in Krisen und Notfällen) möglich. Die Voraussetzungen hierfür hängen davon ab, dass bestimmte rechtliche Gegebenheiten vorliegen. In der Regel ist dies nicht der Fall, sondern erfolgt auf richterlichen Beschluss.

Zugangs-/Aufnahmevoraussetzung

Überweisung durch Hausärzte.

Kosten

Die Kosten übernehmen die Krankenkassen in gleicher Weise wie in anderen Fällen fachärztlicher Behandlung.

Wo

Über niedergelassene Psychiater und Neurologen informieren die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) und die Servicestellen der Krankenkassen.

Angebote in Ihrer Nähe finden

Filteroptionen

    oder suchen:

    Ergebnisse:

    • Psychiatrische Institutsambulanz im Unfallklinikum Murnau (kbo LMK Murnau)

      Allgemeinpsychiatrische Erkrankungen, Behandlung von affektiven Störungen (Depressionen, bipolare Störungen), aktuelle seelische Lebenskrisen, Angst- und Zwangserkrankungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörung, psychische Störungen im höheren Lebensalter.

      Anschrift:
      kbo Lech-Magfall-Klinik Murnau
      Prof.-Küntscher-Str. 8

      84418 Murnau am Staffelsee

      Telefon: 08841 48-3987

      E-Mail: Ambulanz-Murnau.LMK-GAP@kbo.de

      Zur Website

    • Klinik Hochried

      Die Kinderpsychiatrie in der Klinik Hochried befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von psychischen und emotionalen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Sie bietet spezialisierte Therapieangebote für Probleme wie Angststörungen, Depressionen, ADHS und Verhaltensstörungen. Durch ein interdisziplinäres Team aus Psychiatern, Psychologen, Therapeuten und Pädagogen wird eine umfassende Betreuung und Unterstützung gewährleistet, um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der jungen Patienten zu fördern.

      Anschrift:
      Klinik Hochried
      Hochried 1

      82418 Murnau

      Telefon: (08841) 4 74-0

      E-Mail: info@klinikhochried.de

      Zur Website

    • Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)

      Arztsuche, Psychotherapeutensuche

      Anschrift:
      Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
      Elsenheimerstraße 39
      Bezirksstelle Oberbayern
      80687 München

      Telefon: 089 570930

      E-Mail: bc-oberbayern@kvb.de

      Zur Website